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Kardiales Ödem


Das periphere Stauungsödem infolge Rechtsherzinssuffizienz ist im wesentlichen bedingt durch einen erhöhten venösen Druck, wodurch das Ödem grundsätzlich symmetrisch auftritt, beginnend meist an den Unterschenkeln und Füßen. Das Ödem kann jedoch auch die ganzen Beine und den Rumpf mitbetreffen und sich bis zu  Anasarka ausbilden.

Die Diagnose wird durch die entsprechende klinische und kardiologische Untersuchung sowie Feststellung der oberen Einflußstauung gesichert.

Die Basistherapie ist mit Diuretika, ACE- Hemmer und Digitalis durchzuführen, wobei jedoch manchmal die Diuretikagaben durch eine Hypotonie limitiert sind. Wenn dann noch Stauungsödeme der Beine bestehen, ist zusätzlich MLD und Kompressionstherapie erfolgversprechend, wobei allerdings die Kompression nur sehr schwach angelegt werden darf, um nicht durch zu schnelle Ödemresorption ein Lungenödem zu provozieren.

Andererseits stellt ein medikamentös nicht ausreichend vorbehandeltes kardiales Stauungsödem bei dekompensierter Herzinsuffizienz (Ödeme, Luftnot, Blaufärbung der Lippen, Orthopnoe) eine absolute Kontraindikation für die physikalische Ödemtherapie dar 16,17]  (siehe auch Leitlinien AWMF in Bearbeitung, voraussichtl. Publik. 2016).

Ein Lungenödem ist grundsätzlich nur medikamentös behandlungsfähig.