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Schwangerschaftsödem

Dieses entsteht im Rahmen einer Gestose oder Toxikose durch eine schwangerschaftbedingte Nephropathie, wodurch tief eindellbare Ödeme am ganzen Körper mit Bevorzugung der unteren Extremitäten auftreten.

Leichte Schwangerschaftsödeme ohne begleitende Nephropathie und Blutdruckerhöhung stellen eine ideale Indikation für die physikalische Ödemtherapie dar. Pathogenetisch besteht hier lediglich die gestagenbedingte leichte Steigerung der Kapillarpermeabilität, die von der Natur gewollt ist, um eine bessere Elastizität der Gewebe im kleinen Becken zu entwickeln. Hier ist meist nur das Tragen einer medizinischen Kompressionsstrumpfversorgung, auch rundgestrickt,  ausreichend [16].

Bei komplizierteren Ödemsituationen ist die Basistherapie eine medikamentöse. Falls diese nicht ausreicht oder wegen der Nebenwirkungen nicht genügend hoch dosiert werden kann, ist zusätzlich die physikalische Ödemtherapie möglich.

Auch bei den schwerergradigen Schwangerschaftsödemen, die nicht in einer Nephropathie begründet sind, kann die physikalische Ödemtherapie sinnvoll sein.
Bei der Kompressionsbestrumpfung ist darauf zu achten, daß das Leibteil entsprechend der Größenzunahme des Bauches durch Einsetzen entsprechender Keile erweitert wird.