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Traumatisches Ödem

Hierunter versteht man das passagere Auftreten von Schwellungszuständen nach Knochenbrüchen, Operationen, Prellungen (Abb. 8), Verstauchungen, Verrenkungen und Verbrennungen, welche sich nach Tagen bis Wochen spontan zurückbilden.

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Abbildung 8

Traumatisches Ödem beider Unterschenkel
in Folge einer Prellung


Das traumatische Ödem wir verursacht durch die Zerstörung der Zellmembranen und Gefäßwände, die eintretende verstärkte Durchblutung und die verstärkte Gefäßpermeabilität. Die Zerreißung kleinerer  Blutgefäße ist  an dem meist begleitenden Hämatom erkennbar. Immer werden jedoch im traumatisierten Bezirk auch kleine Lymphgefäße geschädigt und in der unmittelbaren Nachbarschaft des Traumas in ihrer Funktionsein gestört. Charakteristisch für das traumatische Ödem ist das sofortige Auftreten des Ödems an der Stelle des Traumas. Die KPE ist geeignet, eine raschere Reduzierung des Ödems und damit eine Verminderung von Schmerzen, Ödemkomplikationen und Arbeitsunfähigkeiten zu erzielen [17].

Neben MLD und Kompression sind Kühlung und Hochlagerung wichtig.

Das traumatische Ödem muß vom chronsich posttraumatischen sekundären Lymphödem differenziert werden, welches durch Zerstörung großer Lymphgefäße entsteht und nicht rückbildungsfähig ist. Außerdem kann es mit dem Ödem bei M. Sudeck verwechselt werden.

(siehe auch vasovegetatives Ödem).