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Ischämisches Ödem
Sowohl arteriosklerotische als auch arteriolosklerotische Erkrankungen (Abb. 11) führen zu einer verminderten Sauerstoffsättigung, Übersäuerung und Nährstoffmangel im zugehörigen Kapillarbereich, wodurch die Kapillarendothelien einen Teil ihrer Dichtigkeit einbüßen. Die daraus resultierende erhöhte Kapillarpermeabilität erklärt dieses Ödem [8]. Die Minderdurchblutung kann zu Gangrän und Nekrosen führen, wobei dann eine Amputation droht.
Mit MLD und sehr vorsichtiger Kompressionsbehandlung sind auch solche Ödeme besserungsfähig, wodurch manchmal eine Amputation verhindert oder zumindest um einen längeren Zeitraum herausgeschoben werden kann, was die Lebensqualität des betroffenen Patienten erheblich verbessert.

Abb. 11
Ischämisch-entzündliches Vorfußödem
mit feuchter Gangrän bei diabetischer Angiophthie
links: vor der Therapie
rechts: nach 9wöchiger Therapie
Zu dieser Ödemform gehört auch das Ödem bei Diabetes mellitus [8], was leichtgradig symmetrisch besonders an den Beinen auftritt. Es muß gegen eine Ödematisierung durch Nieren- oder Herzkrankheit infolge Diabetes differenziert werden.
