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Traumatisches Ödem


Hierunter versteht man das passagere Auftreten von Schwellungszuständen nach Knochenbrüchen, Operationen, Prellungen (Abb. 8), Verstauchungen, Verrenkungen und Verbrennungen, welche sich nach Tagen bis Wochen spontan zurückbilden.

Abb. 8
Traumatisches Ödem beider Unterschenkel
in Folge einer Prellung



Ursache ist die Zerreißung kleiner Lymph- und Blutgefäße, was an dem oft begleitenden Hämatom erkennbar ist. Charakteristisch für das traumatische Ödem ist das sofortige Auftreten des Ödems an der Stelle des Traumas. Die physikalische Ödemtherapie ist geeignet, eine raschere Reduzierung des Ödems und damit eine Verminderung von Schmerzen, Ödemkomplikationen und Arbeitsunfähigkeiten zu erzielen.

Neben MLD und Kompression sind Kühlung und Hochlagerung wichtig.

Das traumatische Ödem muß vom posttraumatischen sekundären Lymphödem differenziert werden, welches durch Zerstörung großer Lymphgefäße entsteht und nicht rückbildungsfähig ist. Außerdem kann es mit dem Ödem bei M. Sudeck verwechselt werden.