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DGL Zeitschrift

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"Lymphologie in Forschung und Praxis" ist ein Service für DGL Mitglieder
Die DGL-Zeitschrift erscheint 2 mal im Jahr. Als DGL Mitglied erhalten Sie Zugang zum Mitgliederbereich dieser Website, auf der die aktuelle Ausgabe von "Lymphologie in Forschung und Praxis" veröffentlicht wird. Außerdem wird Ihnen die Printversionen auf dem Postweg zugeschickt. Werden Sie Mitglied der DGL und profitieren Sie von vielen weiteren Vorteilen.


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Im Folgenden veröffentlichen wir eine Zusammenfassung aus der aktuellen Ausgabe von "Lymphologie in Forschung und Praxis". Werden Sie Mitglied der DGL und profitieren Sie von vielen weiteren Vorteilen.


Die mikrochirurgische Therapie beim
Beinlymphödem – Eine prospektive Studie

A. Stepniewski1, S. M. Weiß2, G. Felmerer1
1 Schwerpunkt Plastische Chirurgie, Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie, Universitätsmedizin Göttingen, Deutschland
2 Klinik für Augenheilkunde, Universitätsmedizin Göttingen, Deutschland

Zusammenfassung:
Das sekundäre Beinlymphödem ist eine chronisch-progrediente Erkrankung des Lymphgefäßsystems der unteren Extremität, welches in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nach onkologisch-chirurgischer Therapie und Radiatio auftritt. Ziel dieser prospektiven klinischen Studie war es, die autologe Lymphgefäßtransplantation, die autologe supraklavikuläre Lymphknotentransplantation sowie die lymphovenösen Anastomosen zu vergleichen und das postoperative Outcome mit der Lebensqualität der Patientinnen und Patienten, ermittelt durch einen Fragebogen, in Zusammenhang zu stellen. Weiterhin war das Ziel, die postoperativen zeitlichen Zusammenhänge zwischen dem klinischen Bild des jeweiligen Lymphödems und den Daten aus einer Umfangsmessung, einer Bioimpedanzmessung und einer Messung des prozentualen Wassergehalts darzustellen und die Integrierbarkeit der technischen Geräte in den klinischen Alltag sowie deren Eignung für eine postoperative Verlaufskontrolle zu untersuchen.
Untersucht wurden 16 Patienten (ein Mann, 15 Frauen) im Studienzeitraum Mai 2012 bis Mai 2015. Die mittleren Umfangsmesswerte des Gesamtkollektivs änderten sich kaum, von 42,6 ± 2,4 cm (Mittelwert ± Konfidenzintervall) präoperativ auf 42,7 ± 2,6 cm zwölf Monate postoperativ. Der mittlere L-Dex reduzierte sich hingegen von 50,5 ± 16,9 auf 40,0 ± 13,6 und der prozentuale Wassergehalt sank von 55,2 ± 1,3 % auf 54,6 ± 1,5 %. Die Punktwerte des Fragebogens fielen von 15,4 ± 2,9 auf 12,2 ± 3,4. In Zusammenschau der Ergebnisse sind die mikrochirurgischen Verfahren ein gutes therapeutisches Mittel, um eine Symptomlinderung und eine Steigerung der Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu bewirken. Keines der untersuchten Verfahren konnte als überlegen eingestuft werden.

Schlüsselwörter:
chirurgische Therapie, Lymphödem, plastische Chirurgie, Beinumfang, prospektive Studie, Mikrochirurgie, Wassergehalt, Bioimpedanz