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Zeitschrift

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"Lymphologie in Forschung und Praxis" ist ein Service für DGL Mitglieder
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Im Folgenden veröffentlichen wir eine Zusammenfassung aus der aktuellen Ausgabe von "Lymphologie in Forschung und Praxis". Werden Sie Mitglied der DGL und profitieren Sie von vielen weiteren Vorteilen.


Die negativen Auswirkungen des Zuckers – warum wir den Konsum besser reduzieren sollten

A. C. Meyer-Gerspach1, B. K. Wölnerhanssen1, 21 St. Clara Forschung AG, Basel, Schweiz
2 Department für Biomedizin, Universitätsspital Basel, Basel, SchweizE. Brenner,
Sektion für klinisch-funktionelle Anatomie, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

Zusammenfassung:
In seiner bahnbrechenden Arbeit aus dem Jahr 1896 leitete Ernest Henry Starling ab, „dass eine Resorption der Flüssigkeit durch die Blutgefäße durch Rückwärtsfiltration (zumindest in den Bindegeweben der Extremitäten, in den Muskeln und in allen Drüsenstrukturen (…) unmöglich ist“. Dennoch wurde – und wird teils immer noch – angenommen und gelehrt, dass kontinuierliche Kapillaren in ihrem arteriolären Schenkel Flüssigkeit filtern und den größten Teil (ca. 90 %) davon in ihrem venulären Schenkel resorbieren; der Rest werde von den initialen Lymphgefäßen als sogenannte „lymphpflichtige Last“ aufgenommen. Dieses Faktoid konzentriert sich auf eine angenommene „Tatsache“ der Physiologie der Körperflüssigkeiten, nämlich dass die meisten Gewebe das Flüssigkeitsgleichgewicht aufrecht erhalten, indem der arterielle Schenkel von Kapillaren Flüssigkeit in das Interstitium filtriert, während der venöse Schenkel von Kapillaren den größten Teil der gefilterten Flüssigkeit kontinuierlich resorbiert. Vielmehr findet sich eine Filtration, die entlang der mikrovaskulären Achse abnimmt, aber nicht negativ wird. Somit können Kapillaren Flüssigkeit zwar vorübergehend aus dem Interstitium absorbieren, wenn etwa akut der Blutdruck erniedrigt wird, jedoch nicht im Steady-State – im Einklang mit den Summen der Kräfte des Starlingschen Gleichgewichts. Die Annahme einer in Längsrichtung abnehmenden aber kontinuierlichen Filtration verlagert die Aufgabe zum Erhalt des Gleichgewichts der Gewebeflüssigkeit alleinig zum Lymphsystem, d.h. dem Interstitium und den ableitenden Lymphgefäßen.

Stichwörter:
Starlingsches Gleichgewicht, lymphpflichtige Last, Filtration, Kapillaren