WISSENSCHAFT UND PRAXIS FÜR ERFOLGREICHE THERAPIE

Unser erster digitaler Kongress am 16. und 17.4.2021 wurde aus der Skylounge in Köln gesendet. Moderiert von der Präsidentin der DGL und dem Kongresspräsidenten Dr. Simon Classen waren bis zu 300 Teilnehmer online und diskutierten die hochkarätigen Vorträge und Workshops und konnten sich in der Industrie über neue Entwicklungen informieren.

Nach einer kurzen Bearbeitungszeit sind  alle Beiträge für alle Teilnehmer noch 3 Monate unter den bekannten Einwahldaten einsehbar. 


Coronaimpfung bei Lymphödem

Information für Ärzte

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

zur Impfung gegen Covid 19 werden sich auch Patienten einfinden, die an einem chronischen Armlymphödem leiden, entweder einseitig oder beidseitig.

Aufgrund der Immunschwäche der betroffenen Extremität nach Entfernung der Lymyphknoten oder auch bei Abfluß-Behinderung aus anderen Gründen (posttraumatisch, angeboren oder z. B. nach Bestrahlung) ist eine Blutabnahme oder  Injektion in den betroffenen Arm wegen der erhöhten Gefahr einer Infektion mit konsekutiver Verschlechterung des Ödemsnicht zu empfehlen. Es solle daher auf den gesunden Arm ausgewichen werden oder bei beidseitigen Lymphödemem in die Oberschenkelmuskulatur oder intragluteal geimpft werden.

 

Informationen für Betroffene mit Armlymphödem

Sehr geehrte Patientin/ sehr geehrter Patient mit chronischem Lymphödem

Die Impfung gegen Covid 19 kann schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle einer Erkrankung mit Corona verhindern. Als medizinische Fachgesellschaften empfehlen wir daher ausdrücklich auch die Impfung bei Lymphödem. Ihr Arzt wird den gesunden Arm impfen, der betroffene Arm sollte ausgespart werden. Falls beide Arme betroffen sind, kann auch in den Oberschenkel oder in die Gesäßregion geimpft werden. Das Risiko für die Entwicklung einer Impfreaktion ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht höher als bei Menschen ohne Lymphödem-Erkrankung. Sie können sich also bedenkenlos impfen lassen, wenn nicht andere gesundheitliche Aspekte dagegensprechen. Im Zweifelsfall besprechen Sie die Situation mit Ihrem behandelnden Arzt.


J. Kunst, Dr. A. Miller

Den ersten Antrag auf Anerkennung als
Lymphologisch physiotherapeutische Schwerpunktpraxis (LPS) nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie e. V.
hat Herr Kunst für seine Praxis "Lymphprofis - Praxis für Lymphtherapie" in Berlin gestellt. Nach der Überprüfung aller erforderlichen Unterlagen wurde die Anerkennung erteilt.
Frau Dr. Miller, die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie e. V., ließ es sich nicht nehmen, die Anerkennungsurkunde persönlich zu überreichen.
Herzlichen Glückwunsch!


Öffentliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie (DGL) zur Pressemitteilung des GKV Spitzenverbandes vom 09.06.2016 unter dem Titel: ”Heilmittelversorgung verbessern”

In einer Pressemitteilung des GKV Spitzenverbandes vom 09. 06. 2016 nehmen die Autoren Bezug zum ”...überproportionalen Wachstum (Logopädie und Physiotherapie) dieses Leistungsbereichs mit plus 6,6 Prozent im Mittel der letzten drei Jahre...”und fordern ”Für eine angemessene Patientenversorgung müssen die bereits bestehenden Herausforderungen angegangen werden.” Unter anderem wird vorgeschlagen die ”Ausbildung der Heilmittelerbringer aufzuwerten”, in dem ”...beispielsweise die Manuelle Lymphdrainage und... fester Bestandteil der Ausbildung werden sollen”. › weiterlesen


Kriterien "Lymphologische Fachklinik"

In letzter Zeit erreichen uns vermehrt Anfragen, welche Kriterien für die Bezeichnung „Lymphologische Fachklinik“ erfüllt sein müssen, d.h. über welche Strukturmerkmale eine solche Einrichtung verfügen muss.

Eine solche Differenzierung zu anderen Kliniken ist notwendig, um verschiedenen Gruppierungen, wie Kostenträgern, einweisenden Ärzten oder Patienten die korrekte Auswahl einer Klinik zu ermöglichen, in der ein komplettes Therapieangebot zur Behandlung von Lymphödemen und lymphödemassoziierten Erkrankungen vorgehalten wird. Erfahrungsgemäß erklären zwar die meisten Reha-Kliniken, Lymphödeme zu behandeln. Meist wird aber nur eine völlig ungenügende Behandlung mit zwei manuellen Lymphdrainagen pro Woche, ohne Kompressionsbandagen angeboten.

In enger Zusammenarbeit der beiden deutschen lymphologischen Gesellschaften DGL und GDL haben Frau Professor Dr. Földi als Mitglied des Vorstandes der GDL und Dr. Schuchhardt als Präsident der DGL ein Konsensuspapier ausgearbeitet, um die Strukturmerkmale zu definieren, welche vorliegen müssen, wenn sich eine Klinik als „Lymphologische Fachklinik“ bezeichnet. Mitberücksichtigt wurden mehrere Hinweise, die von vorher angeschriebenen Chefärzten lymphologischer Einrichtungen zugesandt wurden.

Zum Konsensuspapier › über die Strukturmerkmale, die vorliegen sollten, um eine Klinik als „Lymphologische Fachklinik“ zu bezeichnen, Juli 2013

In unserer Rubrik "Kontaktlisten" finden Sie Lymphologische Fachkliniken ›


Aktuell von der DGL unterstützte Studien

Eine Aufgabe der DGL ist die Förderung der Forschung in der Lymphologie. Deshalb unterstützt die DGL Forschungsprojekt.

Zur Zeit werden › folgende Studien durch die DGL gefördert